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Der amerikanische Weckruf 

von Cathryn Clüver Ashbrook

ISBN: 9783710609329
Reihe: Auf dem Punkt
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Erscheinungsdatum: 14.01.2026
Verlag: Brandstätter Verlag
Umfang: 208 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 22,00

Kurzbeschreibung des Verlags

2026 – 250 Jahre ameri­ka­ni­sche Demo­kra­tie. Und Do­nald Trumps zwei­tes Jahr zu­rück an der Macht: Ein his­to­ri­sches Jubi­läum trifft auf eine his­to­ri­sche Zä­sur. Wäh­rend die Ver­einig­ten Staa­ten ein Vier­tel­jahr­tau­send Ver­fas­sungs­staat fei­ern, setzt Prä­si­dent Trump sei­nen auto­ri­tä­ren Um­bau fort – mit ei­ner Agen­da, die tief­grei­fen­der, stra­te­gi­scher und ent­schlos­se­ner ist als je zuvor.
Die gefragte trans­at­lan­ti­sche Poli­tik­ex­per­tin Cath­ryn Clüver Ash­brook zeigt in ihrem ers­ten Buch, wie die ame­ri­ka­ni­sche Demo­kra­tie ge­zielt aus­ge­höhlt wird: durch sys­te­ma­ti­sche Schwä­chung der Ge­wal­ten­tei­lung, ideo­lo­gi­sche Kon­trol­le von Bil­dung und Me­dien, juris­ti­sche Um­deu­tung von Macht­be­fug­nis­sen und ge­ziel­te Ein­schüch­te­rung poli­ti­scher Geg­ner. Was vie­le als Chaos oder Ein­zel­fäl­le ab­ta­ten, war in Wahr­heit Teil ei­ner lang­fris­ti­gen Stra­te­gie – und ge­nau das ha­ben wir über­sehen.
Doch Clüver Ash­brook geht wei­ter: Sie zeigt, wie die­sel­ben Mus­ter in Eu­ro­pa Ein­zug hal­ten – auch in Deutsch­land. Die Il­lu­sion, dass li­be­ra­le Demo­kra­tien auto­ma­tisch sta­bil sei­en, hat uns blind ge­macht für die An­griffs­punk­te von in­nen. Ge­ra­de dort, wo Ins­ti­tu­tio­nen schwach, Bil­dungs­sys­teme un­ge­schützt und Öf­fent­lich­keit frag­men­tiert sind, grei­fen auto­ri­tä­re Stra­te­gien be­son­ders leicht.
Dieses Buch ist ein poli­ti­sches Früh­warn­sys­tem. Und ein Hand­buch der demo­kra­ti­schen Selbst­ver­tei­di­gung.
Es benennt die Schwä­chen, die Po­pu­lis­ten sys­te­ma­tisch aus­nut­zen. Es zeigt, wel­che Leh­ren wir aus dem ameri­ka­ni­schen Fall zie­hen müs­sen. Und es macht deut­lich, was jetzt zu tun ist – auf poli­ti­scher, juris­ti­scher und ge­sell­schaft­li­cher Ebe­ne. Da­mit wir nicht in weni­gen Jah­ren zu­rück­bli­cken und ge­rade auch we­gen der ei­ge­nen his­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung sa­gen müs­sen: Auch wir hät­ten es wis­sen können.

FALTER-Rezension

"Weckruf" aus Amerika

Margaretha Kopeinig in FALTER 18/2026 vom 29.04.2026 (S. 20)

Am 4. Juli 2026 feiern die Ver­ei­nig­ten Staa­ten den 250. Jah­res­tag der Unter­zeich­nung der Un­ab­hän­gig­keits­er­klä­rung. In die­ser sind die Ideen der euro­pä­ischen Auf­klä­rung nie­der­ge­schrieb­en - Frei­heit, Men­schen­wür­de und Rechts­staat­lich­keit.

Die transatlantische Politik-Exper­tin Cath­ryn Clü­ver Ash­brook be­zieht sich in ih­rem neu­en Buch "Der ameri­ka­ni­sche Weck­ruf" auf die Grund­ord­nung der ame­ri­ka­ni­schen Ver­fas­sung und zeigt gleich­zei­tig auf, wie die Prin­zi­pien der äl­tes­ten Demo­kra­tie der Welt heute von Prä­si­dent Trump neu aus­ge­legt werden.

Sie beschreibt detail­liert, wie Trump seine Kom­pe­ten­zen über­schrei­tet, Ge­set­ze bricht, Ge­richts­ent­schei­dun­gen ne­giert, Bil­dung und Me­dien ideo­lo­gisch kon­trol­liert und mit sei­ner be­schleu­nig­ten Zer­stö­rungs­wut die Welt ins Wan­ken bringt. Das Zoll­chaos, der Rück­zug aus UN-Gre­mien, das ag­gres­si­ve Vor­ge­hen ge­gen Part­ner und das An­bie­dern bei his­to­ri­schen Geg­nern sind nur ei­ni­ge Bei­spie­le, die die Glaub­wür­dig­keit der USA schwä­chen und die Demo­kra­tie von in­nen aus­höhlen.

Clüver Ashbrook, die aus Wies­ba­den stammt und auf ei­ner US-ameri­ka­ni­schen Mili­tär­ba­sis in Deutsch­land in die Schule ging, ver­folgt die Poli­tik der Ver­einig­ten Staa­ten jour­na­lis­tisch und wis­sen­schaft­lich seit vie­len Jah­ren. Die pro­fi­lier­te Analy­ti­kerin, die der­zeit in ei­ner Top-Posi­tion der Ber­tels­mann Stif­tung tä­tig ist, lässt die Ent­wick­lung der USA of­fen: "Al­les scheint mög­lich." Eine Mas­sen­be­we­gung, wie die No-Kings-Pro­tes­te oder das Auf­wa­chen der demo­kra­ti­schen Par­tei, seien nicht aus­ge­schlos­sen, "aber das Zeit­fens­ter schließt sich", stellt sie nüch­tern fest. Die Fas­zi­na­tion für das Auto­ri­täre sei nicht ver­flo­gen und die "Ver­lockung des Fa­schis­mus" (Jason Stanley) nach wie vor ge­geben.

Ihr brillanter Text en­det mit der Fra­ge, ob Euro­pa be­reit und mu­tig sei, von den US-Ent­wick­lun­gen zu ler­nen. Ent­ge­gen­steu­ern be­deu­tet, den "ameri­ka­ni­schen Weck­ruf" ernst zu neh­men. Das Buch ist für alle eine Pflicht­lektüre.

Posted by Wilfried Allé Saturday, May 2, 2026 8:35:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Politik
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Unsternstunden der Menschheit 

Wie die Welt unerträglich wurde

von Armin Thurnher

EAN: 9783552076198
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Erscheinungsdatum: 17.02.2026
Verlag: Zsolnay, Paul
Sammlung: Signiert!
Unsere Bestseller
Umfang: 304 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 27,80

 

Beschreibung

Armin Thurnher über Momente der letzten Jahre, in denen die Geschichte ihren fatalen Lauf nahm.

Stefan Zweig nannte seine berühmte Samm­lung von Tex­ten einen »geistigen Spie­gel« der Zivi­li­sa­tion. Armin Thurn­hers Buch stellt eine Ver­dun­ke­lung des Spie­gels fest. »Un­stern­stun­den der Mensch­heit« fi­xiert eini­ge Mo­men­te, die un­sere Ge­gen­wart form­ten: Man­che da­von ent­gin­gen dem Radar öf­fent­li­cher Auf­merk­sam­keit. Als Bill Clin­ton die Sec­tion 230 eines Me­dien­ge­set­zes unter­zeich­ne­te, nahm die Welt der Kom­mu­ni­ka­tion ei­nen neuen, fa­ta­len Lauf. Als der Blog­ger Curtis Yarvin zu ver­öffent­li­chen be­gann, legte er ein Funda­ment zum Auf­stieg Donald Trumps. Als Hans Di­chand die »Kro­nen Zei­tung« neu grün­dete, nahm er die poli­ti­sche Klas­se Öster­reichs in die Gei­sel­haft der Dumpf­heit. Ein Blen­der namens Sebas­tian Kurz brachte die kon­ser­va­ti­ve Kaste halb Euro­pas um den Ver­stand. Elon Musk, Vik­tor Orbán, Peter Thiel und viele ande­re tru­gen und tra­gen zur Ver­dun­ke­lung der Welt bei. Doch wer sagt, dass aus ei­ner Gale­rie dunk­ler Spie­gel nicht am Ende neues Licht blit­zen kann?

Rezensionen

»Ein grandioses Buch.« Armin Wolf
»Thurnher gehört zu den scharfsinnigsten Analytikern.« Claudia Kühner, NZZ am Sonntag

Leseprobe ->

Posted by Wilfried Allé Monday, March 30, 2026 10:15:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft
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Funkenschwestern 

Wie Feminismus alles besser macht

von Barbara Blaha

ISBN: 9783222151644
Sammlung: Feminismus
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft
Verlag: Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum: 12.02.2026
Umfang: 208 Seiten
Format: Hardcover
Preis: € 25,00
Kurzbeschreibung des Verlags


Barbara Blaha
weiß, wovon sie spricht. Aufgewachsen als Kind einer Arbeiter­fami­lie mit vie­len Ge­schwis­tern, aber wenig Geld, kennt sie das Gefühl, über­se­hen zu werden.
Ihr feministisches Bühnenprogramm ist ein über­wäl­ti­gen­der Er­folg: Tau­sende ha­ben es be­reits ge­se­hen, jede Vor­stel­lung ist aus­ver­kauft. Da­mit zeigt sie, dass Femi­nis­mus end­lich in der 
Mitte der Gesellschaft angekommen ist.


In ihrem Buch verbindet  sie
persönliche Geschichten mit Zahlen, Fakten und Studien  und zeigt, warum 
ökonomische Fragen  immer auch
femi­nis­ti­sche Fra­gen  sind. Sie macht sicht­bar, warum Frauen sel­te­ner füh­ren dür­fen, öfter unter­bro­chen und schlech­ter be­zahlt wer­den, wes­halb in Bran­chen mit ho­hem Frauen­an­teil die Löhne sin­ken und selbst ein Voll­zeit­job nicht vor der zwei­ten Schicht zu Hause schützt.

„Barbara Blaha schreibt mit kompromiss­loser Prä­zi­sion und der Wut einer Frau, die nichts mehr hin­nimmt. Ein klu­ges, kraft­vol­les, not­wen­di­ges Buch.“ Mareike Fallwickl
 

FALTER-Rezension

Gleichberechtigung beginnt vor der Waschmaschine

Julia Kospach in FALTER 10/2026 vom 04.03.2026 (S. 16)

Nach 15 Jahren gereizter Ehe­de­bat­ten zum Thema Haus­ar­beit wollte es Bar­bara Blaha genau wis­sen und lis­te­te in ei­nem Excel-Sheet alle un­be­zahl­ten Tätig­kei­ten und Or­gani­sations­schrit­te auf, die in ei­nem Fami­lien­haus­halt mit Kin­dern wie dem ihren an­fal­len. Vor dem Aus­fül­len der Lis­te gaben sie und ihr Mann eine Schät­zung zur ver­mu­te­ten Las­ten­ver­tei­lung in ihrer Be­zie­hung ab. Sei­ne Pro­gno­se: 60:40. Ihre Pro­gno­se: 70:30. Das Er­geb­nis schockier­te beide. Es lag bei 80:20.
Mit "dieser krassen Fehlein­schät­zung" seien sie und ihr Mann durch­aus nicht al­lein, schreibt Bar­bara Blaha in ihrem neuen Buch "Funken­schwes­tern. Wie Femi­nis­mus al­les bes­ser macht" und zi­tiert eine ak­tuel­le Stu­die, nach der Män­ner da­von über­zeugt sind, dass sie halbe-halbe machen. Tat­säch­lich be­tei­li­gen sich aller­dings auch jene unter ihnen, die es mit der Gleich­stel­lung ernst mei­nen, zu­hause im Schnitt nicht sehr viel mehr als ihre Väter früher.

Auch das belegt Blaha, Wiener Autorin und Unter­neh­merin, femi­nis­ti­sche Polit-Enter­tai­nerin so­wie Grün­de­rin und Lei­terin des sozial­poli­ti­schen Think­tanks Momen­tum Insti­tut, mit Stu­dien­material.

"Während sich bei der bezahlten Arbeit also etwas bewegt, tut sich zu­hause an der Wasch­ma­schine, am Staub­sau­ger und am Wickel­tisch gar nichts", schreibt Blaha und pa­riert auch gleich ein oft ge­hör­tes Ge­gen­ar­gu­ment zu die­ser Ge­men­gen­lage: Es sei doch lo­gisch, dass Frauen mehr Haus­ar­beit über­näh­men, wo sie doch im Schnitt weni­ger ver­dien­ten. Falsch. Denn "Frauen leis­ten so­gar dann den Groß­teil der Haus­ar­beit, wenn sie mehr ver­die­nen". All diese un­be­zahl­te Frauen­ar­beit läp­pert sich, übers Jahr ge­rech­net, auf 23 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Wirt­schafts­leistung.

Eine Warnung vorweg: Wenn Sie Blahas Buch lesen - und Sie soll­ten es le­sen! -, könnte Ihnen zwi­schen­durch leicht das sprich­wört­liche G'impfte auf­ge­hen. Denn die pa­tri­ar­chalen My­then rund ums Thema Gleich­stel­lung zwi­schen Män­nern und Frauen, die Blaha zu­sam­men­trägt, sind zahl­reich, wirk­mäch­tig und schwie­rig ab­zu­streifen.

Blaha verhandelt Fragen wie: Warum sinkt das Prestige von Bran­chen, so­bald mehr Frauen ein­stei­gen? Wa­rum wer­den Frauen, die of­fen­siv ihre Ge­häl­ter ver­han­deln, als un­sym­pa­thisch wahr­ge­nom­men? Wa­rum kata­pul­tiert es Paare, so­bald Kin­der ins Spiel kom­men, in ihren Be­zie­hungs­me­cha­nis­men so rasch zu­rück in die 1950er-Jahre?

Aus einer kinderreichen Arbeiter­familie mit we­nig Geld stam­mend, ist Bar­bara Blaha eine pas­sio­nier­te Auf­klä­re­rin und Akti­vis­tin an der Schnitt­stel­le zwi­schen Ge­sell­schafts­poli­tik und For­schung. Auch "Fun­ken­schwes­tern" wird sie - pa­ral­lel zum Buch -als gleich­na­mi­ges Büh­nen­pro­gramm un­ters Volk bringen.

Im Buch verknüpft sie Un­mengen an Zah­len, Da­ten und Fak­ten mit per­sön­li­chen Er­fah­run­gen als Frau und Be­rufs­tä­tige. Over­sharing von Pri­va­tem? Nein, son­dern ein durch­or­ches­trier­tes Do­ku­ment ent­lang al­ler Lebens­be­reiche.

Was hier sehr deutlich wird: Pa­tri­ar­chat und Sexis­mus sind Glau­bens­sys­teme, ge­gen die nur Be­wusst­seins­bil­dung und Auf­klä­rung hel­fen. Un­ter die­sen Vor­zei­chen eine Part­ner­schaft auf Augen­höhe zur füh­ren, ar­gu­men­tiert Blaha, be­nö­tige die ak­tive Be­reit­schaft al­ler Be­tei­lig­ten, wo­mit klar wäre, dass Femi­nis­mus nie­mals nur Frauen­sache sein kann. Wie das mit der Part­ner­schaft auf Au­gen­höhe funk­tio­nie­ren und ein "Femi­nis­mus von un­ten" aus­se­hen könnte, er­klärt Bar­bara Blaha im Buch eben­falls. Es liegt noch ziem­lich viel Ar­beit vor uns.

Posted by Wilfried Allé Sunday, March 8, 2026 4:06:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Gesellschaft
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Nach der Eroberung 

Wie Autokraten Medien kontrollieren

Wie Autokraten Medien kontrollieren, Insiderchronik der Übernahme unabhängiger Medien in Ungarn.

Herausgegeben von Wahrheitsperlen Verlag GmbH

ISBN: 9783982786704
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Verlag: Wahrheitsperlen Verlag
Übersetzung: Eva Zador
Erscheinungsdatum: 01.03.2026
Empf. Lesealter: ab 18 Jahre
Umfang: 255 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 30,90
Kurzbeschreibung des Verlags

Das politische Sachbuch "Nach der Erobe­rung. Wie Auto­kra­ten Me­dien kon­trol­lieren. Insider­chro­nik der Über­nahme un­ab­hän­gi­ger Me­dien in Un­garn" er­zählt als ers­tes Buch in Deutsch­land von der sys­te­ma­ti­schen Gleich­schal­tung der un­ga­ri­schen Medien­land­schaft - ver­ur­sacht durch Vik­tor Orbáns poli­ti­sche Sys­tem, in ei­nem Mit­glied­staat der EU.
Der Autor, Àkos Tóth, der als Jour­na­list und Chef­re­dak­teur die­se Ent­wick­lung aus un­mit­tel­ba­rer Nähe er­lebte, er­läu­tert, wie die Über­nahme der Me­dien­land­schaft er­folgte, gibt Ein­blicke da­rü­ber, wie ei­ne Gene­ra­tion von Jour­na­lis­ten und Me­dien­unter­neh­men auf Linie ge­bracht wur­den und zeigt auf, wie es den­jeni­gen er­geht, die Wider­stand leisten.
Neben datenbasierten Marktanalysen schil­dert der Autor per­sön­li­che Er­fah­run­gen, wie etwa das Ver­schwin­den ei­ge­ner Re­dak­tio­nen, die in­nere Zer­ris­senh­eit ei­nes Be­rufs­stands im Wür­ge­griff der Macht. Er zeigt auf, mit wel­chen Mit­teln eine Macht, die keine Gren­zen mehr kennt, kri­ti­sche Stim­men zum Ver­stum­men bringt: von poli­ti­schem Druck über fi­nan­ziel­le Er­pres­sung und Ein­schüch­te­rung bis hin zu ei­nem Netz­werk von loya­len Funk­tio­nä­ren, zy­ni­schen Profi­teu­ren und aus­län­di­schen Eigen­tümern, die ihre Ver­ant­wor­tung leicht­fer­tig ab­geben. Die­ses Buch er­scheint als ein­dring­li­che War­nung an alle, die an Demo­kra­tie und freie Öf­fent­lich­keit glauben.

Über den Autor

Àkos Tóth, Jahr­gang 1968, ge­bo­ren in Un­garn. Er ist Jour­na­list, Redak­teur, ver­hei­ratet. Er war Res­sort­lei­ter und spä­ter stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur der größ­ten un­ga­ri­schen Tages­zei­tung Népszabadság, an­schlie­ßend Chef­redak­teur der Wochen­zei­tung 168 Óra. Er ist Grün­dungs­redak­teur der Online-Zeit­schrift Jelen. Er ist Trä­ger zahl­rei­cher Aus­zeich­nun­gen, da­run­ter meh­re­re Népszabadság-Preise, der Bossányi-Preis, der Preis der Freien Pres­se so­wie der Táncsics-Preis. Ge­mein­sam mit dem Poli­to­lo­gen Zoltán Lakner ist er Mit­autor der Bände „Rendszerváltás“ (Die Wende) und „Volna itt egy ország“ (Es gäbe hier ein Land). Unter an­de­rem war er Heraus­geber des Ban­des „Frontsebészet“ (Front­chirur­gie), der die Re­gie­rungs­zeit des ehe­ma­li­gen Premier­minis­ters Gordon Bajnai auf­ar­bei­tet. Heute lebt er in Budapest.

Pressestimmen

Auszug aus der Kolumne von Prof. Paul Lendvai: "Gleich­zei­tig er­scheint die­ser Tage eine um­fas­sende und in die­ser Art bei­spiel­lose "Insider­chro­nik der ge­ziel­ten Über­nah­me un­ab­hän­gi­ger Me­dien in Ungarn" in deut­scher Spra­che, ver­fasst von dem füh­ren­den Jour­na­lis­ten Àkos Tóth, glän­zend über­setzt von Eva Zador und heraus­ge­ge­ben von dem deut­schen "Wahr­heits­perlen­ver­lag". Sie zeigt, dass das Schick­sal des "Klub­rádiós" nur die Spit­ze des Eis­ber­ges dar­stellt. Tóth war stell­ver­tre­ten­der Chef­redak­teur der links­libe­ra­len Tages­zei­tung Népszabadság und Chef­redak­teur der un­ab­hän­gi­gen Wochen­zei­tung 168 Óra. Beide Blät­ter wur­den im Zuge der Orbán­schen Flur­be­rei­ni­gung li­qui­diert. Dank sei­ner Kennt­nisse und Er­leb­nisse kann er die Sta­tionen der Ent­ste­hung des von der Re­gie­rung und ihres nahe­ste­hen­den Oli­garchen kon­trol­lier­ten un­ga­ri­schen Me­dien­rei­ches span­nend wie ei­nen Detek­tiv­roman be­schrei­ben. Das Buch Nach der Erobe­rung – Wie Auto­kra­ten Me­dien kon­trol­lie­ren zeigt die of­fi­ziel­le Heuche­lei vor dem Vor­hang und die bru­ta­le Ab­rech­nung mit un­bot­mä­ßi­gen Re­dak­teuren hin­ter den Kulis­sen. Es sollte als Pflicht­lek­türe zum Ver­ständ­nis der Ge­fahren die­nen, die auch im Wes­ten die Medien­frei­heit be­drohen." (Der Standard, 03.03.2026)

Leseprobe ->

Posted by Wilfried Allé Wednesday, March 4, 2026 4:47:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Politik
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Muskismus 

Aufstieg und Herrschaft eines Technoking

Technologie, Macht und Größenwahn – wie Elon Musk die Demokratie herausfordert
von Quinn Slobodian, Ben Tarnoff

ISBN: 9783518001318
Reihe: edition suhrkamp
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Verlag: Suhrkamp
Übersetzung: Stephan Gebauer
Erscheinungsdatum: 18.02.2026
Umfang: 281 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 22,70
Kurzbeschreibung des Verlags

Wie wurde aus dem genia­lischen Nerd eine ket­ten­sä­gen­schwin­gende Ikone der glo­ba­len Rechten?

Mit Paypal hat Elon Musk die Finanz­branche auf­ge­mischt, mit Tesla den Markt für E-Autos re­vo­lu­tio­niert, nach sei­ner Über­nahme Twitter kurzer­hand auf rechts ge­dreht. Im US-Wahl­kampf 20204 schwang er sich zu ei­nem der wich­tigs­ten Ein­flüs­te­rer Donald Trumps auf, an­schlie­ßend mach­te er sich mit sei­ner Ab­tei­lung für Re­gie­rungs­ef­fi­zienz (DOGE) da­ran, den ame­ri­ka­ni­schen Staat zu zerlegen.

Wie wurde aus dem genialischen Nerd eine ketten­sä­gen­schwin­gende Ikone der glo­ba­len Rech­ten? Um die Welt zu be­grei­fen, die Musk er­schafft, müs­sen wir die Wel­ten ver­ste­hen, die Musk er­schaf­fen haben. Quinn Slo­bo­dian und Ben Tar­noff zeich­nen nach, wie sich im Si­li­con Val­ley um die Vor­stel­lun­gen von Dis­rup­tion und toll­küh­nen CEOs ein regel­rech­ter Kult bil­dete, wie so­zia­le Me­dien und Video­spiele die Er­zäh­lung vom hel­den­haf­ten Ein­zel­gän­ger eta­blier­ten und wie ras­sis­ti­sche Memes und Ver­schwö­rungs­theo­rien Ein­gang fan­den in die Ge­dan­ken­welt des reichs­ten Men­schen der Erde. Der Mus­kis­mus, so Slo­bo­dian und Tar­noff, ist ein franken­stein­sches Mons­ter des zeit­ge­nös­si­schen Kapi­ta­lismus.

Posted by Wilfried Allé Thursday, February 26, 2026 10:23:00 AM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft
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Politische "Klassiker" der Neuen Rechten 

Antidemokratische Denker aus der Weimarer Republik

von Armin Pfahl-Traughber

ISBN: 9783801206789
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Verlag: Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH
Erscheinungsdatum: 07.10.2025
Umfang: 208 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 20,60
Kurzbeschreibung des Verlags

Einflussreiche anti­demo­kra­ti­sche Den­ker gab es be­reits in der Wei­ma­rer Repu­blik. Da­zu ge­hör­ten Edgar Julius Jung und Ernst Jünger, Arthur Moel­ler van den Bruck und Ernst Nie­kisch, Carl Schmitt und Os­wald Speng­ler. Trotz man­cher ideo­lo­gi­scher Dif­fe­ren­zen – agi­tiert ge­gen die li­be­rale Demo­kra­tie ha­ben sie alle. Auf­klä­rung und Indi­vi­dua­li­tät, Men­schen­rechte und Plu­ra­lis­mus lehnte man mit großer Wort­gewalt ab. Auch heute noch gibt es An­hän­ger die­ser "Klas­siker", ins­be­son­dere bei den intel­lek­tuel­len Rechts­ex­tre­mis­ten der Neuen Rech­ten. Blickt man auf die Auto­ren, of­fen­ba­ren sich anti­demo­kra­ti­sche Ge­sin­nun­gen, frei nach dem Mot­to: "Sage mir, auf wen Du dich be­rufst und ich sage Dir, wo Du stehst."
Auch auf die AfD wir­ken die er­wähn­ten »Klas­siker« und fin­den dort ideo­lo­gi­sche und poli­ti­sche Zu­stim­mung. Ihr auto­ri­tä­res Ge­dan­ken­gut kann so auch hun­dert Jahre spä­ter noch seine anti­demo­kra­ti­sche Rele­vanz ent­fal­ten. Man sollte da­her diese ideo­lo­gi­schen Auf­fas­sun­gen ken­nen und sie einer kri­ti­schen Re­fle­xion unterziehen.

FALTER-Rezension

Das Denken der Rechten

Robert Misik in FALTER 5/2026 vom 28.01.2026 (S. 23)

Eine neue Generation von Neo­nazis ist ent­stan­den, zu­gleich hat sich ein Mi­lieu der radi­ka­len Neuen Rech­ten ver­här­tet, das im­mer stär­ker in die FPÖ hi­nein­wirkt - das hat ge­rade der ak­tuel­le "Rechts­ex­tre­mis­mus­be­richt" im Auf­trag von Innen-und Jus­tiz­minis­te­rium ver­deut­licht. Ins­be­son­dere die Netz­wer­ke der Neuen Rech­ten sind von Den­kern ge­prägt, die in den Zwan­zi­ger­jah­ren des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts und hier vor al­lem in der Wei­ma­rer Repu­blik schon große Num­mern wa­ren und spä­ter dann vor al­lem in oder im Umf­eld der NSDAP lan­de­ten. Armin Pfahl-Traugh­ber, seit Jahr­zehn­ten der Ex­perte für die ultra­rechte Szene schlecht­hin, hat nun in ei­nem lesens­wer­ten Band "Poli­ti­sche 'Klas­si­ker' der Neuen Rech­ten" por­trä­tiert. Wer ver­ste­hen will, auf wel­che "Den­ker" sich die neue Rech­te be­zieht, fin­det hier einen ex­zel­len­ten Über­blick.

Da geht es von Arthur Moeller van den Bruck, des­sen Diktum lau­tete, "an Libe­ra­lis­mus ge­hen die Völ­ker zu Grunde", über Os­wald Speng­ler ("Unter­gang des Abend­lan­des") und dem "Natio­nal­bol­sche­wiken" Ernst Nie­kisch bis zu den bei­den Säulen­hei­li­gen der Neuen Rech­ten, Carl Schmitt und Ernst Jün­ger. Schmitt, bril­lan­ter Ju­rist, war von Be­ginn an ein ord­nungs­fana­ti­scher An­häng­er auto­ri­tä­ren Re­gie­rens und wurde nach Hit­lers Macht­über­nahme "Kron­jurist" der Nazis ge­nannt. "Der Füh­rer schützt das Recht", legi­ti­mierte er noch schlimms­ten Macht­miss­brauch. Heute zählt Schmitt zur Stan­dard­lek­türe der US-Rech­ten, Peter Thiel nennt sich Schmit­tia­ner. Jün­ger wie­de­rum, spä­ter auch in der Bun­des­repu­blik ver­ehrt, star­te­te seine Kar­rie­re beim Völ­ki­schen Beo­bach­ter. Seine Ar­bei­ten fei­erten Sol­da­ten­tum, Krieg, das Ver­we­gene, prie­sen das Harte, ver­ach­te­ten die Ver­weich­li­chung. Hass auf "den Wes­ten", Liebe zur "Tiefe" der deut­schen Kul­tur, teil­weise "Russo­philie", Ver­ach­tung von Demo­kra­tie und Sehn­sucht nach Cäsa­ris­mus, Fas­zi­na­tion von Ge­walt - all das ver­bin­det die he­tero­genen Ge­währs­leute der Neuen Rechten.

Posted by Wilfried Allé Friday, January 30, 2026 1:20:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Politik
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Reichensteuer 

Aber richtig! | Warum Milliardäre zu wenig Steuern zahlen und wie wir das ändern

von Gabriel Zucman

ISBN: 9783518001387
Reihe: edition suhrkamp
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Verlag: Suhrkamp
Übersetzung: Ulrike Bischoff
Umfang: 63 Seiten
Erscheinungsdatum: 13.01.2026
Format: Taschenbuch
Preis: € 12,40
Kurzbeschreibung des Verlags

Ende Gabriel Zucman gehört zu den be­kann­tes­ten und re­no­mmier­tes­ten Öko­no­men welt­weit. Seit Jah­ren forscht er zu Steuer­ge­rech­tig­keit und Steuer­ver­mei­dung. Ge­ra­de die­jeni­gen, so sein Be­fund, die ein im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes un­vor­stell­ba­res Ver­mögen an­ge­häuft ha­ben, leis­ten oft keinen an­ge­mes­se­nen Bei­trag zur Fi­nan­zie­rung öf­fent­li­cher Kas­sen. Das ist nicht nur ein Prob­lem für die Staats­fi­nan­zen, son­dern auch eine ekla­tante Ver­let­zung des Gleich­heits­grund­satzes.

Im Februar 2025 votierte die französische Natio­nal­ver­samm­lung für die »Taxe Zucman«: eine Steuer von zwei Pro­zent für Super­reiche. Seit­her steht Gabriel Zucman im Zent­rum einer hit­zi­gen De­batte. Wäh­rend ei­ner der reichs­ten Men­schen der Welt ihn per­sön­lich dif­fa­mier­te, wird er auf den Stra­ßen Frank­reichs gefeiert.
In seinem neuen Buch er­läu­tert er sei­nen Vor­schlag so kom­pakt wie ver­ständ­lich und er­klärt, wie seine Steuer auch in Deutsch­land funk­tio­nieren kann.

Posted by Wilfried Allé Monday, January 19, 2026 10:31:00 AM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft
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Atlas der KI 

Die materielle Wahrheit hinter den neuen Datenimperien

von Kate Crawford

ISBN: 9783406837678
Reihe: Beck Paperback
Erscheinungsdatum: 01.12.2025
Verlag: C.H.Beck
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Gesellschaft
Übersetzung: Frank Lachmann
Sammlung: Neue Taschenbücher
Umfang: 336 Seiten
Format: Taschenbuch
Preis: € 18,50
Kurzbeschreibung des Verlags

Weder künstlich noch intelligent eine kritische Analyse der KI-Industrie

Wir tendieren dazu, künstliche Intelligenz als eine wunder­same und kör­per­lose Form der ma­schi­nel­len Klug­heit zu be­trach­ten. Von der preis­ge­krön­ten Wis­sen­schaft­lerin Kate Craw­ford ler­nen wir hin­ge­gen, dass KI in Wahr­heit we­der künst­lich noch in­tel­li­gent ist, son­dern in ihrer ma­te­riel­len Wirk­lich­keit auf Res­sour­cen­aus­beu­tung und Macht­kon­zen­tra­tion hinaus­läuft.

Crawford nimmt uns mit auf eine faszi­nie­ren­de Reise zu Li­thi­um­mi­nen und Klick­fa­bri­ken, zu auto­ma­ti­sier­ten Ar­beits­plät­zen und rie­si­gen Daten­ar­chiven, zu AI-Trai­nings­camps und zum algo­rith­mi­schen Kriegs­füh­rungs­team des Pen­ta­gon. Auf die­se Weise zeich­net sie ei­nen At­las der künst­li­chen Intel­li­genz, der die ver­schie­de­nen Be­rei­che ihrer kon­kre­ten Rea­li­tät kar­tiert, um unser kri­ti­sches Auge zu schu­len. Ge­stützt auf ein Jahr­zehnt ori­gi­nä­rer For­schung zeigt Craw­ford, dass KI in ers­ter Li­nie eine Techno­lo­gie der Ex­trak­tion ist der Ab­schöp­fung von Mi­ne­ra­lien, bil­li­ger Ar­beits­kraft und ei­ner un­er­mess­li­chen An­zahl von Da­ten. Das pla­ne­ta­re Netz­werk der KI schä­digt un­se­re Um­welt mas­siv, ver­tieft so­zi­ale Un­gleich­hei­ten und be­droht demo­kra­tische Prin­zi­pien. Craw­fords Buch lie­fert uns ei­nen dring­li­chen Be­richt, was auf dem Spiel steht, wenn große Unter­neh­men und staat­liche Ins­ti­tu­tio­nen KI nut­zen, um die Welt um­zu­ge­stalten.

"Kate Crawford zeigt auf, wo KI von Ausbeutung profi­tiert und da­bei Demo­kra­tien ge­fähr­det." Sach­buch-Bes­ten­liste von der lite­ra­ri­schen WELT, NZZ, RBB Kul­tur und Radio Österreich 1

Posted by Wilfried Allé Monday, January 12, 2026 11:21:00 AM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Gesellschaft
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Demokratie sucht Zukunft 

Wie Parteien neu gedacht werden müssen

 Mit Gastbeiträgen von Othmar Karas und Nikolaus Kowall

von Kurt Guwak, Judith Kohlenberger, Laurenz Ennser-Jedenastik

ISBN: 9783990605370
Erscheinungsdatum: 08.11.2025
Verlag: Goldegg Verlag GmbH
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Format: Hardcover
Umfang: 208 Seiten
Preis: € 27,00
Kurzbeschreibung des Verlags

Ein neuer Blick auf die gegenwärtige Krise der Parteien und ihre Auswirkung auf die Demokratie


Die Krise der westlichen Demokratien

Westliche Demokratien – von den USA über Deutsch­land bis nach Öster­reich – ste­hen an einem Scheide­weg. Trotz aller Unter­schiede sind sie alle mit ähn­li­chen Pro­ble­men kon­fron­tiert:
zunehmende Polarisierung,
abnehmende Kooperationsfähigkeit
und zunehmender Opportunismus. Das Resultat: Die Fähig­keit die gro­ßen, schwie­ri­gen Zu­kunfts­fra­gen kons­truk­tiv zu be­ar­bei­ten schwindet und
extreme politische Positionen werden gestärkt.

Die ehemals tragenden Säulen der modernen Demokratie, unsere Parteien, wirken heute wie gelähmt.
Stillstand, Vertrauensverlust und mangelnde Reformbereitschaft
lassen Bürgerinnen und Bürger an Parteien zweifeln. Und auch wenn in der medi­a­len Poli­tik-Dis­kus­sion im­mer wie­der ein­zel­nen Per­so­nen in den Vor­der­grund ge­stellt wer­den, so lie­gen die Ur­sa­chen die­ser katas­tro­pha­len Ent­wick­lungen doch meist tie­fer, in den inne­ren Dy­na­mi­ken von Parteien.
 

Neue Perspektiven für unsere politische Zukunft

Anstatt sich mit Pessimismus abzufinden, bieten Kurt Guwak, Judith Kohlen­ber­ger und Lau­renz Ennser-Jede­nas­tik einen
ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz, der Poli­tik­wis­sen­schaft, Or­gani­sa­tions-Sozio­lo­gie und der poli­ti­schen Praxis ver­bin­det. Par­teien wer­den als so­zia­le Sys­teme ver­stan­den. Da­raus er­geben sich
neue, fokussierte Einsichten und um­setz­ba­re Lö­sungs­ansätze.

In "Demokratie sucht Zukunft“ analy­sie­ren die Auto­ren die tief­grei­fen­den Ur­sa­chen der ak­tuel­len Par­teien­krise. Mit Gast­bei­trägen von 
Othmar Karas und Nikolaus Kowall
bietet das Buch eine fundierte und viel­schich­tige Per­spek­ti­ve auf den Zu­stand und die Zu­kunft der Par­teien­land­schaft. An­hand kon­kre­ter Bei­spiele und mit neuen Zu­gängen wer­den die in­nere Dy­na­mik in Par­teien offen­ge­legt und ge­zeigt, wie fest­ge­fah­rene Struk­tu­ren über­wun­den, Ver­trauen zu­rück­ge­wonnen und
politische Erneuerung aktiv gestaltet werden können.


Was erwartet Sie in dem Buch

·  Dem Problem in die Augen sehen
– Warum die Eigeninteressen von Parteien im­mer mehr Ge­wicht be­kom­men, es im­mer mehr „Innen­kar­rie­ren“ gibt und „gute Leute“ kaum mehr be­reit sind in die Poli­tik zu gehen

·  Parteien reformieren
– Warum das politische System wenig inno­va­tiv ist und wie sich Par­teien ent­wickeln müss­ten, um kons­truk­ti­ve Ak­teure in einer mo­der­nen Demo­kratie zu sein

·  Vertrauen zurückgewinnen
– Welche Rolle die Zivil­ge­sell­schaft spie­len kann, und wie wir unser poli­ti­sches Sys­tem wie­der in Ba­lance bringen


Für eine lebendige Demokratie mit Zukunft!

Dieses Buch ist ein Weckruf für poli­tisch Inter­es­sier­te, Ent­schei­dungs­trä­ger:innen und all jene, die an eine bes­sere Zu­kunft glau­ben. Wenn wir den Still­stand über­win­den wol­len, müs­sen wir uns in­for­mie­ren, ver­ste­hen und handeln.

·  Ideal für alle, die sich mit Poli­tik, Demo­kra­tie und Par­teien­wan­del be­schäf­tigen

·  Klare Analysen, ver­ständ­lich erklärt

·  Konkrete Lösungen für eine zu­kunfts­fähige Demo­kratie

Warum sich unsere Demokratie in einer Sack­gasse befindet und wie wir ge­mein­sam den Weg nach vorne finden.
 

FALTER-Rezension

Eine Therapiestunde für Parteien und Wähler

Jürgen Klatzer in FALTER 52/2025 vom 24.12.2025 (S. 28)

Anhand der USA kann man nahezu täg­lich mit­er­leben, wie eine Demo­kra­tie ihren Wert ver­liert. Nein, da­ran ist nicht allein Do­nald Trump schuld. Der amtie­ren­de Prä­si­dent ist ledig­lich ein Pro­dukt einer Ent­wick­lung, die er zu­sätz­lich ver­stärkt: Die US-Poli­tik ist zu ei­ner Show, der US-Kon­gress zu ei­ner Arena ver­kom­men, in der das Spek­ta­kel mehr zählt als Sach­lich­keit. Statt über die Zu­kunft des Lan­des zu dis­ku­tie­ren, wird ge­strit­ten und blockiert. Der Kon­flikt zwi­schen Repu­bli­ka­nern und Demo­kra­ten ist so ver­fah­ren, dass sich selbst mün­di­ge Wäh­ler zu höri­gen Fans re­du­zie­ren. Sie ver­göt­tern "ihre" Par­tei und ver­teu­feln die anderen.
Man könnte das als singu­läres Pro­blem an­sehen, das jen­seits des At­lan­tiks liegt. Weit ge­fehlt, wie Organi­sations­be­rater Kurt Guwak, Mi­gra­tions­for­sche­rin Judith Koh­len­ber­ger und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Lau­renz Ennser-Jedenas­tik in ihrem neuen Buch dar­legen. "Demo­kra­tie sucht Zu­kunft" han­delt von Par­teien, die ei­gene Inter­es­sen über das Ge­mein­wohl stel­len, die über­grif­fi­ger wer­den, statt der poli­ti­schen De­bat­te Raum zu ge­ben, und die nicht so recht wis­sen, was sie tun sollen.

Das Buch beginnt mit einer Diagnose: Das poli­tische Sys­tem ge­rät in eine Schief­lage. Das liegt an den Par­teien. Sie seien, schrei­ben die Auto­ren, "zu wenig poli­tisch": Der Satz mutet skur­ril an. We­der kann man sich eine Poli­tik ohne Par­teien noch Par­teien ohne Poli­tik vor­stellen.

Aber Parteien sind halt auch soziale Sys­teme. Sie wol­len wach­sen und mäch­ti­ger wer­den. Nur wie wol­len sie das in Zei­ten tun, in denen sie in der Be­völ­ke­rung an Rele­vanz ver­lieren? Die Mit­glie­der­zah­len sin­ken und das Ver­trauen schwindet.

Die Parteien betreten die Showarena und stel­len sich einem pau­sen­lo­sen Wahl­kampf. Was für Wahl­kämpfe ty­pisch ist: Der Inh­alt rich­tet sich in die­ser Arena weni­ger nach der ei­ge­nen Pro­gram­ma­tik als viel­mehr nach dem, was die "Fans" hö­ren wol­len. Nie­mand will wis­sen, dass we­gen des knap­pen Bud­gets der Rot­stift an­ge­setzt werden muss.

Die Erkenntnis ist nicht neu. Parteien tun mittler­weile fast al­les, um zu über­leben. Sie wol­len mehr vom Ku­chen, was legi­tim ist. Sie müs­sen Mie­ten und Per­so­nal zah­len, haben ei­ge­ne Par­tei­aka­de­mien, die fi­nan­ziert wer­den müs­sen. In Öster­reich ist der Topf da­für be­kannt­lich be­son­ders groß: 2024 wurden auf Bundes-und Landes­ebene 270 Mil­lionen Euro an För­de­run­gen aus­ge­schüttet.

Die Autoren regen deshalb an, stärker über diesen Eigen­trieb von Par­teien nach­zu­den­ken. Was wol­len sie? Und was soll­ten sie tun? Müss­ten nicht längst alle ver­su­chen, Ant­wor­ten auf die gro­ßen Fra­gen zu lie­fern, von der öko­lo­gi­schen und digi­ta­len Trans­for­ma­tion über die Mi­gra­tion bis hin zur Bil­dungs­krise und der altern­den Ge­sell­schaft? Ver­mut­lich ja. Doch die Par­teien sind mit sich selbst be­schäf­tigt, mit in­ter­nen Gra­ben­kämp­fen, PR-Schlach­ten und mit der Su­che nach "Wun­der­wuzzis", die Wäh­ler zu Fans machen.

Es wäre sinnvoll, das System wieder auszu­balan­cie­ren. Ge­rade Wah­len bö­ten sich ja an, die Par­teien an das Poli­ti­sche zu er­in­nern. Auch Quali­täts­me­dien könn­ten sie regel­mäßi­ger da­von ab­halten, nur im ei­ge­nen Inter­esse zu han­deln. Die trau­ri­ge Bot­schaft des Bu­ches lau­tet: Wah­len sind als ulti­ma­ti­ve Kon­troll­ins­tanz zwar wich­tig, aber nur be­grenzt wir­ksam. Und Me­dien ha­dern selbst mit ihrem Macht­verlust.

Die Autoren liefern eine andere Lösung: Die Zivil­ge­sell­schaft müs­se sich stär­ker poli­ti­sie­ren, wie einst in der anti­ken Polis. Denn die Quali­tät des poli­ti­schen Sys­tems hänge maß­geb­lich da­von ab, wie poli­tisch kom­pe­tent die Zivil­ge­sell­schaft ist.

Die Stärken des Buches liegen bei der aus­führ­li­chen Zu­stands­be­schrei­bung der über­grif­fi­gen Par­teien. Die vor­ge­schla­ge­nen Lö­sun­gen, um das Gleich­ge­wicht wie­der her­zu­stel­len, klin­gen uto­pisch. Aber um eine Polit­show wie jene in den USA zu ver­mei­den, nimmt man den uto­pi­schen An­spruch gerne in Kauf.

Posted by Wilfried Allé Sunday, January 4, 2026 5:43:00 PM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Politik
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MORALgorithmus 

Warum der Mensch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz unersetzbar bleibt

von Possard Marlon

ISBN: 9783200107298
Erscheinungsdatum: 09.10.2025
Verlag: Urban Forum
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Volkswirtschaft
Format: Taschenbuch
Umfang: 140 Seiten
Preis: € 20,00
Kurzbeschreibung des Verlags

Was passiert, wenn Algo­rith­men Ent­schei­dun­gen tref­fen – und nie­mand mehr fragt, ob sie rich­tig sind? Wir le­ben in ei­nem Zeit­al­ter, in dem Künst­li­che In­tel­li­genz (KI) unse­re Kom­mu­ni­ka­tion ver­än­dert, unse­re Ar­beit, unse­re Be­zie­hun­gen – ja, so­gar unser Ver­ständ­nis von Moral. In­mit­ten die­ser Trans­for­ma­tion stellt sich ei­ne ent­schei­den­de Fra­ge: Was bleibt vom Men­schen, wenn Ef­fi­zienz plötz­lich wich­ti­ger wird als Em­pathie?

In MORALgorithmus nimmt dich Marlon Possard auf eine sehr per­sön­li­che Rei­se durch die Welt der KI mit, die zu­gleich aber auch ge­sell­schaft­lich höchst bri­sant ist. Zwi­schen Be­geg­nun­gen mit Chat­bots, auto­no­men Sys­te­men und algo­rith­mi­schen Ur­tei­len er­zählt er von Mo­men­ten, in de­nen Tech­nik glänzt – und von je­nen, in denen sie ver­stummt, wenn das Mensch­li­che ge­fragt ist. Die­ses Buch ist ein lei­den­schaft­li­ches Plä­doy­er für ei­nen men­schen­zen­trier­ten Um­gang mit KI – fun­diert, emo­tio­nal, nach­denk­lich. Es zeigt, wa­rum Mensch­lich­keit kein Re­likt ist, son­dern der wich­tig­ste Maß­stab für eine Zu­kunft, die wir ge­stal­ten und eben nicht bloß be­rech­nen sollten.

Denn der Mensch ist eben kein simples Daten­kon­strukt und seine Wür­de darf nie­mals optio­nal sein.

Posted by Wilfried Allé Saturday, December 13, 2025 10:12:00 AM Categories: Gesellschaft Sachbücher/Politik Wirtschaft/Volkswirtschaft
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