AZ-Neu

Die neue Zeitung für Arbeiter, Angestellte, KMUs, EPUs und Pensionisten

Wer erkennt die irreführende Jammerei? 

Die geplante EU-Digitalsteuer

Iris Thalbauer, Bundesgeschäftsführerin der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer ärgert sich über die geplante EU-Digitalsteuer, weil

  • die Digitalsteuer von Konzernen indirekt an kleine Händler weitergegeben werden könnte. Dass sich die sog. kleinen Händler einer Dienstleistung großer Internethändler bedienen und für diese Leistung auch zu bezahlen (mit Steuern belastet) ist, das vergisst (oder verschweigt?) die jammernde Dame.
  • die geplante EU-Digitalsteuer dann aber auch Unternehmen in der EU zahlen müssten. Sie bezweifelt, "ob diese ‚Digital Service Tax‘ tatsächlich einen Ausgleich für die entgangene Gewinnbesteuerung großer internationaler Konzerne darstellt.“ Dabei 'übersieht' die besorgte Dame, dass geplant ist, die neue Steuer soll erst anfallen, sobald Unternehmen einen Umsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie einen Onlineumsatz von 50 Millionen Euro erzielen. Wieviele österreichische Unternehmen betrifft das? O.K. Der größte Online-Händler Österreichs (die UNITO-Gruppe) schraubt zuletzt seinen Internetumsatz auf 372 Millionen Euro hoch. Gejammert wird aber, dass es die kleinen Einzelhändler betrifft. Das ist falsch und irreführend; aber nicht neu. Man denke nur and die Landwirtschaft: Hier wird auch immer der Kleine Bergbauer bei den Fördergeldern vorgeschoben. Massiv kassieren aber die Großen. So schaut's aus!

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Posted by Wilfried Allé Saturday, May 19, 2018 10:46:00 AM
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Steuerpläne und Hoffnungen 

zwischen Wahlversprechen, Kurzsichtigkeiten, Vollholler und Machbarkeit

Weiterführende Betrachtungen nach einem Artikel von Martina Madner in der wienerzeitung.at vom 10.09.2017, 08:00 Uhr
und worauf man besonderes Augenmerk beim Lesen legen sollte:

Die ÖVP-Gegenfinanzierung steht in der Kritik

  • weil eine Reform der Steuertarifsätze drei bis vier Milliarden Euro weniger Steuern bedeuten
  • weil der Steuerbonus für Kinder dem Staat rund zwei Milliarden Euro kostete und damit Paare mit Kindern im Durchschnitt mit 108 Euro pro Monat entlastet werden, allerdings die typischerweise einkommensschwachen Alleinerziehenden sich mit der Hälfte, also mit nur 54 Euro pro Monat zufrieden geben müssten; darum: "Hol dir, was dir zusteht" (Bundeskanzler Christian Kern)
  • weil dem Sozialsystem durch das Absenken des Dienstgeberbeitrags zum Familienlastenausgleichsfonds drei Milliarden Euro fehlen würden
  • weil auf nicht entnommene Gewinne keine Körperschaftssteuer (KöSt) mehr zu zahlen wäre, was je nach (ÖVP-nahen!) Expertenberechnungen vier, fünf oder gar sieben Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen bedeuten würde; und: "Mit null Prozent KöSt-Besteuerung wäre Österreich schon eine kleine Steueroase."
  • weil die Gegenfinanzierung bis dato nicht am Tisch liegt.

FPÖ-Berechnungen sind nicht nachvollziehbar

  • weil durch die Optimierungen der Sozialausgaben auf 40 Prozent 3,8 Milliarden Euro eingespart werden sollten; davon direkt betroffen wären Pensionen, Arbeitslosengeld, Mindestsicherung, Familienleistungen und anderes mehr
  • weil das sog. Familiensplitting wohl nicht die von der FPÖ geplante eine Milliarde, sondern eher vier Milliarde Euro kosten könnte
  • weil die FPÖ stärker auf indirekte Steuern setzt und sich so die ÖsterreicherInnen dadurch ihre Entlastung selbst finanzieren müssten.

SPÖ Steuereinsparungen im Plan

  • weil die ersten 1500 Euro steuerfrei bleiben sollen, mit einer Auswirkung als ob man die Steuerfreigrenze von derzeit 11.000 für alle auf 18.000 Euro anhebe. Das würde dem Finanzminister laut Plan A drei Milliarden Euro weniger einbringen
  • weil der Dienstgeberbeitrag für den Familienlastenausgleichsfonds herabgesetzt werden soll, würde das für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei den Löhnen eine Entlastung von 5,3 Milliarden Euro bedeuten und
  • weil die Gegenfinanzieren mit einer Wertschöpfungsabgabe ausgeglichen werden soll. Das heißt, die Unternehmer mit hohen Gewinnmargen zahlen sich die Entlastung beim Familienlastenausgleichsfonds weitgehend selbst, während personalintensive Firmen mit geringeren Gewinnen entlastet werden; also eine Umverteilung unter den Unternehmungen selbst
  • weil durch Verschärfungen bei den Konzernsteuerregeln bis zu einer Milliarde eingenommen werden sollen
  • weil darüber hinaus Einsparungen bei Verwaltung und Förderungen von zwei Milliarden Euro geplant sind.
  • weil beim Kapitel "Bürokratie entrümpeln" Einsparungen erwartet werden; diese sind aber aus heutiger Sicht noch nicht genauer zu beziffern.
  • weil die 500 Millionen Euro aus einer Erbschaftssteuer für die Finanzierung der Pflege reserviert sind.

Hier geht's zum Originalartikel ->

Posted by Wilfried Allé Sunday, September 10, 2017 3:37:00 PM
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Die Steuerlast ist viel zu hoch 

Es wird kaum eine Gelegenheit ausgelassen über die Steuerhöhe zu jammern, sich zu beschweren und am besten dieses Wehklagen mit erklärenden Beispielen - wie z.B: jenes von Lisa Handler -  dann auch noch untermauern . Als Einstimmung auf derartiges Geschwurbel sollte einleitend dieser Artikel "OECD-Hohe-Abgaben-und-Steuerlast-fuer-Arbeit-in-Oesterreich" gelesen werden. Vielleicht auch noch ein paar der dort angeführten Blog-Einträge.

Ausgehend von einem provokanten Blog-Beitrag von "Lisa Handler", die/der sich über Lügen beschwert, ist nachfolgende Rezension notwendig.

Alkolix
Dafür haben wir so gut wie keine Vermögenssteuern. 
Man muss nicht immer alles schlechtreden ;)

Lisa Handler
Warum lügst du uns an? Erträge aus Vermögen werden zuerst mit 25% KÖSt und dann nochmals mit 27,5% KESt versteuert ...

Wilfried
Ach Lisa, warum schreibst du nicht die ganze Wahrheit? Der KÖSt unterliegen AGs, GMBHs, Genossenschaften, Vereine. Bist du so eine Juristische Person privaten Rechts? Angenommen ja, dann zahlt es sich aus weiter zu machen; anderenfalls durchatmen, schön ruhig sein und keinen Unsinn daher schwafeln! Die gelebte Praxis sieht nämlich anders aus. Beispiel gefällig: Kein – aber wirklich kein Unternehmer – ist so bescheuert und nimmt (einen Teil) des Gewinnes nach Körperschaftsteuer her und kauf sich damit z.B. ein Auto, denn dann müsste er tatsächlich für diese Gewinnausschüttung die Kapitalertragssteuer zahlen. Spätestens jetzt musst auch du zugeben, dass jeder Unternehmer dieses Auto auf Firmenkosten kauft, somit a) den Gewinn absenkt und b) damit auch die Basis für die KÖSt reduziert, und c) schon gar keine KESt mehr für sein Vehikel berappt. Das ist die Wahrheit! Alles andere ist Irreführung und um in deinen Jargon zu bleiben nichts als Lüge.

Posted by Wilfried Allé Tuesday, April 11, 2017 2:40:00 PM
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