AZ-Neu

Die Informationsplattform für ArbeiterInnen, Angestellte, KMUs, EPUs und PensionistInnen

Coronabedingte Wirtschaftskrise zieht auch das Gesundheitswesen ins Minus 

Die Sicherheit unseres Gesundheitssystems wird vom wirtschaftlichen Einbruch hart getroffen. Denn die Finanzierung der Sozialversicherung speist sich nahezu ausschließlich aus arbeitsbezogenen Beiträgen, die durch die Corona-Krise durch hohe Arbeitslosigkeit, Beitragsstundungen für Betriebe und geringere Steuereinnahmen massiv einbrechen. Die Corona-Krise zieht mit der Wirtschaft auch die Krankenversicherung tief ins Minus. Gleichzeitig verursachte die Pandemie bei den Kassen aber höhere Ausgaben. Allein für die Spitäler wird mehr als eine halbe Milliarde Euro fehlen, insgesamt drohen Einnahmenverluste von bis zu einer Milliarde Euro. Dazu kommt: Die Corona-Krise hat die Krankenkasse getroffen, als diese bereits durch die türkis-blaue Fusion geschwächt war. Denn die Fusion der Krankenkassen hat ein Milliardenloch ins Budget gerissen.

Wenn Türkis-Grün jetzt nicht gegensteuert, schlittern wir in die nächste Gesundheitskrise. Ein Rettungspaket für unser öffentliches Gesundheitssystem ist dringend motwendig!

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig das öffentliche Gesundheitssystem ist. Und wie notwendig und richtig es war, dass die Sozialdemokratie in den vergangenen Jahrzehnten unser Gesundheitssystem vor dem Kaputtsparen bewahrt hat. Wäre es nach der ÖVP gegangen: Der Sozialstaat wäre schon kurz und klein gespart worden. Heute freuen wir uns über jedes einzelne Spitalsbett, das nicht gestrichen wurde. „Scheinbar hat die ÖVP allerdings nichts aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Denn trotz allem weigern sich Bundeskanzler Kurz und Finanzminister Blümel jetzt, Krankenkassen und Spitäler finanziell aufzufangen“, stellt unsere Parteivorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner fest.

Das Problem: Die Sicherheit unseres Gesundheitssystems wird vom wirtschaftlichen Einbruch hart getroffen. Denn die Finanzierung der Sozialversicherung speist sich nahezu ausschließlich aus arbeitsbezogenen Beiträgen, die durch die Corona-Krise durch hohe Arbeitslosigkeit, Beitragsstundungen für Betriebe und geringere Steuereinnahmen massiv einbrechen. Die Corona-Krise zieht mit der Wirtschaft auch die Krankenversicherung tief ins Minus. Gleichzeitig verursachte die Pandemie bei den Kassen aber höhere Ausgaben. Allein für die Spitäler wird mehr als eine halbe Milliarde Euro fehlen, insgesamt drohen Einnahmenverluste von bis zu einer Milliarde Euro. Dazu kommt: Die Corona-Krise hat die Krankenkasse getroffen, als diese bereits durch die türkis-blaue Fusion geschwächt war. Denn die Fusion der Krankenkassen hat ein Milliardenloch ins Budget gerissen.

Die Folge: Wenn der Bund nicht in der Spitalsfinanzierung einspringt, steht ein Großteil der Spitäler vor dem Kollaps. Es drohen:

  • Selbstbehalte oder Ambulanzgebühren
  • Beitragserhöhungen in der Sozialversicherung
  • Leistungskürzungen bei den PatientInnen, ÄrztInnen und in den Spitälern

Unsere Forderung: Ersatz aller coronabedingten Schäden durch die Bundesregierung. Durch:

  • Ausfallhaftung des Bundes für den Einnahmenentfall der Krankenversicherung (im Vergleich zum Beitragsaufkommen vor Beginn der Corona-Krise)
  • Ersatz der Fusionskosten: Leider hat sich gezeigt, dass die Sozialversicherungsreform keine zusätzlichen Leistungen für die PatientInnen gebracht, sondern zusätzliche Kosten verursacht hat. Auch für diese braucht es jetzt einen Kostenersatz.

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Posted by Wilfried Allé Saturday, August 15, 2020 12:22:00 AM
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Kurz - Netanjahu - Corona 

Damals und Heute

Zu Beginn der Coronakrise war es ein Telefonat mit Premier Benjamin Netanjahu, das Bundeskanzler Sebastian Kurz wachrüttelte. Umgekehrt orientiert sich nun Israel an den österreichischen Erfahrungen bei der Lockerung der Restriktionen. mehr ->

Heute protestieren Tausende Israelis gegen Netanyahu und seinen Corona-Kurs. mehr ->
 

Man kann einige Menschen die ganze Zeit und alle Menschen eine Zeit lang zum Narren halten; aber man kann nicht alle Menschen allezeit zum Narren halten. Zitat Abraham Lincoln

Auch scheint die neue Maskenverordnung, die eine Unterscheidung zwischen Lebensmittel- und sonstigen Geschäften beinhaltet, Verfassungsjuristen sachlich nicht gerechtfertigt. Womit nach dem Chaos bei den Einreisebestimmungen, der Corona-Ampel und Köstingers gescheiterter Tourismus-Strategie rund um St. Wolfgang der Regierungspfusch weiter geht. mehr ->

Schon lange forderte Pamela Rendi-Wagner als wichtigste Maßnahme mehr und schnellere Tests. „Wer aufmacht, muss testen“. Als Minimum sollten 15.000 Tests am Tag durchgeführt werden. Beim Contact-Tracing sollten zudem sämtliche Personen auf das Virus getestet werden, die mit einem Infizierten Kontakt hatten. Das derzeitige Vorgehen der Behörden, Kontaktpersonen nur im Falle von Symptomen zu testen, sei „der falsche Weg“, da bei vielen Infizierten die Krankheit unbemerkt verläuft. Diese könnten aber andere Menschen unwissentlich anstecken.

Um zu schnelleren Ergebnissen zu kommen, sollten zudem die Amtsärzte, die die Tests durchführen, massiv aufgestockt und die Auswertung auf digitalem Weg bereitgestellt werden - anstatt wie bisher unter weiterem Zeitverlust auf dem Postweg. Dies dauere zusätzliche ein bis zwei Tage, „die wir uns nicht leisten können“. Zudem forderte Rendi-Wagner eine österreichweite Corona-Stabsstelle im Gesundheitsministerium, die die Maßnahmen zur österreichweiten Pandemiebekämpfung zentral steuert.

Mit diesem an den Tag gelegten Dilettantismus seitens der türkis-grünen Bundesregierung werden geradezu uneinsichtige Ignoranten und Gegner der MNS-Masken, genauso wie beim Abstand halten (Social distancing) in ihrem 'Blasendenken' nur noch weiter bestärkt.

Die oberste Prämisse muss daher lauten: "Zu einem neuerlichen Shutdown darf es nicht kommen! Weil schon rein wirtschaftlich können wir uns diesen nicht leisten“, so die SPÖ-Klubobfrau.

Posted by Wilfried Allé Sunday, August 2, 2020 12:18:00 AM
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Statt Schulen zu schließen, ist es viel effektiver, Personen gezielt in Quarantäne zu schicken 

Martin Sprenger, Arzt und Experte für öffentliche Gesundheitswissenschaften

Martin Sprenger ist Arzt und war Experte in der Corona-Task­force des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums. Sprenger sieht den Lock­down po­si­tiv, be­wer­tet aber die spä­te Öff­nung der Schu­len und die Schließung der Bundes­gär­ten kri­tisch. Die Rhe­torik der Angst von Kanzler Kurz ge­fiel ihm nicht – Sprenger schied schließ­lich aus der Task­force aus. Jetzt spricht er sich für bes­sere Da­ten aus, um klein­tei­lig und re­gio­nal Ri­si­ken ma­na­gen zu kön­nen. Re­flex­artige Schul­schlie­ßungen hält er für falsch.

Martin Sprenger ist Experte für öffentliche Gesund­heits­wissen­schaften. Er be­trach­tet Ge­sund­heits­maß­nah­men aus einer ge­samt­ge­sell­schaft­lichen Per­spek­tive. Das tat er auch in der Coro­na-Krise im Be­rater­stab der Re­gie­rung. Sprenger unter­stützte die Re­gie­rung in ihren Maß­nah­men. Als er aber den Ein­druck hatte, dass die Re­gie­rung den richti­gen Zeit­punkt zur De­es­ka­la­tion ver­passt hat, ver­lässt er die Task­force.

Sebastian Kurz bezeichnete sie in einem ZIB2 Inter­view als „falschen Ex­perten“. Sie sind Ex­perte für Public Health an der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Graz – er ist ge­lern­ter Po­li­ti­ker. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie das hör­ten?

Dass er falsch liegt. Meine damalige Aus­sage, dass das Infektions­risiko im Freien bei Ein­haltung von einem Meter Ab­stand ex­trem ge­ring ist und das Schlie­ßen von Parks und Wander­ge­bie­ten falsch ist, war voll­kommen kor­rekt. Aber er ist auch kein Ex­perte, son­dern Po­li­tiker. Wo­bei sich beide täu­schen kön­nen. In die­sem Fall war es der Po­li­ti­ker. Da­für muss er auch die Ver­ant­wor­tung über­nehmen.

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Posted by Wilfried Allé Monday, July 13, 2020 12:11:00 AM
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AUA-Rettung ist heftig umstritten 

Politologen bezeichnen den 150 Millionen Euro Zuschuss für die AUA als "Geschenk" der Steuerzahler an Lufthansa ohne Gegenleistung. Südösterreich, Salzburg und Klimaschützer sind unzufrieden, Oppositionsparteien ebenso.

Das Institut für Politikwissenschaft der Uni Wien hat den Deal analysiert und kommt zu einem "etwas durchwachsenen" Ergebnis. Positiv sei, dass damit Arbeitsplätze gesichert würden. Kritisch wird jedoch der nicht rückzahlbare Zuschuss von 150 Millionen Euro gesehen. "Hier machen die österreichischen Steuerzahler*innen dem Lufthansa-Konzern ein Riesengeschenk, ohne dass die Gegenleistung klar ersichtlich ist - weder kann der österreichische Staat damit strategische Entscheidungen mitbeeinflussen, noch sind die ökologischen Vorgaben klar genug definiert", so Professor Ulrich Brand in einer ersten Stellungnahme.

Auch der Wiener Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) hat am Dienstag das Unterstützungspaket für die Austrian Airlines prinzipiell begrüßt, doch auch er vermisst entsprechende Gegenleistungen. Er selbst hätte etwa eine Beteiligung am Unternehmen angestrebt, erklärte er. Diesen Weg gehe man auch in Wien.

Zur Rettung haben auch Belegschaft, Lieferanten und Systempartner wie der Flughafen Wien beigetragen. Sie haben mit der AUA Beiträge zum Sparkurs vereinbart. Den Mitarbeitern steht auch ein Stellenabbau ins Haus.

https://www.diepresse.com/5824286/aua-rettung-ist-heftig-umstritten


Gastkommentar von Franz Nauschnigg: "Verluste verstaatlichen, Gewinne privatisieren"

Die 450 Millionen Euro zur Rettung der AUA sind ein schlechtes Geschäft für Österreich. Der Finanzminister hat sich von der Lufthansa mit Standortgarantien abspeisen lassen. Dabei gäbe es eine viel bessere Option.

Nunmehr haben zwei ÖVP-Finanzminister der deutschen Lufthansa insgesamt mindestens 950 Millionen Euro geschenkt. Nachdem die Lufthansa 2009 die AUA gratis und zusätzlich mit einem Staatszuschuss von 500 Millionen Euro als Präsent bekam, nachdem vorher die ÖIAG versagt hatte, erhält sie nun zusätzlich 450 Millionen Euro vom österreichischen Steuerzahler. 150 Millionen Euro als nicht rückzahlbaren Zuschuss; 300 Millionen Euro über einen sechsjährigen Kredit, für den die Republik zu 90 Prozent haftet.

Diese 450 Millionen werden wieder ohne wirkliche Mitsprache gegeben, und der zuständige Finanzminister Gernot Blümel lässt sich wieder wie sein Vorgänger in erster Linie mit Standortgarantien abspeisen. Wie viel diese wert sind, zeigt sich an den Zusagen für die seinerzeitigen 500 Millionen Euro Staatszuschuss, nämlich relativ wenig. Blümel hat nichts aus den schlechten Erfahrungen gelernt.

Posted by Wilfried Allé Tuesday, June 9, 2020 9:44:00 PM
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Österreichs Gesundheitssystem 

in der Corona-Krise und die Spitalsbettenproblematik

Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Österreichs Gesundheitssystem eine schwierige Bewährungsprobe – bislang – bemerkenswert gut bestanden hat. Die in zahlreichen gesundheitsökonomischen Studien heftig kritisierte „Spitalslastigkeit“ des österreichischen Gesundheitssystems hat sich dabei tendenziell als Vorteil in Form eines breiter gespannten Sicherheitsnetzes erwiesen.

Es mutet seltsam an, wenn manche Gesundheitsökonominnen und -ökonomen unbeirrt an ihren alten Empfehlungen festhalten, die Spitalsbettenzahl (noch) weiter zu reduzieren.

Wie kam es zur Meinung, im Gesundheitswesen lägen Milliarden an Einsparungspotenzialen bereit?

Der Rechnungshof hatte in der Ära Moser in einer Presseaussendung eine Zahl publiziert, die sich in der Folge (wie in den letzten Wahlkämpfen zu beobachten war) wie ein medialer Virus verbreitete: Es gäbe, so der Rechnungshof damals, ein Umschichtungspotenzial aus den Spitälern von 4,75 Mrd. Euro. Dieses „Umschichtungspotenzial“ wurde anhand einer Milchmädchenrechnung ermittelt.

Der Rechnungshof war natürlich nicht so naiv zu glauben, dass man von den (damals) etwa 11 Milliarden (heute etwa 14 Milliarden), die der Staat jährlich für das Spitalswesen ausgibt, 4,75 Milliarden Euro durch Bettenreduktion „einsparen“ könne, ohne umfangreiche (und sehr kostspielige!) Begleitmaßnahmen zu setzen (massiver Ausbau der Nachbetreuung von PatientInnen durch ambulante Dienste, Ausbau von Gesundheitszentren, um die Spitalsambulatorien zu entlasten, mehr Pflegeheimplätze etc.). Deshalb sprach er ja explizit von „Umschichtungsmaßnahmen“! In allen Medien (auch in den sogenannten „Qualitätsmedien“) hat man allerdings diese Zahl flugs (und in Schlagzeilengröße!) mit einem absoluten, unbedingten „Einsparungspotenzial“ gleichgesetzt.

Leider hat der Rechnungshof diesen Fehldeutungen nicht aktiv widersprochen, und so konnte ein Bundespräsidentschaftskandidat seinerzeit noch eins draufsetzen und in einem Interview ein „Einsparungspotenzial“ von 4,75 Mrd. (mehr als 1 Prozent des BIP im Jahr 2019!) damit begründen, „dass einfach zu viele Leute im falschen Bett“, also im Krankenhaus statt im fehlenden Pflegeheimbett, „liegen“.

Fazit: Das öffentliche Gesundheitssystem in Österreich ist eher unterfinanziert als überteuert

Bei repräsentativen EUROSTAT-Befragungen von NutzerInnen schneidet Österreichs öffentliches Gesundheitssystem im internationalen Vergleich (derzeit noch) sehr gut ab. Damit es so bleibt, sollte mittelfristig eher für eine verstärkte, sozial gestaffelte Mittelzufuhr aus höheren Beiträgen sorgen, will man die bereits sichtbaren Tendenzen in Richtung Klassenmedizin eindämmen.

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Posted by Wilfried Allé Tuesday, May 26, 2020 9:18:00 AM
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Krisenbewältigung einst und jetzt 

ein Artikel von Franz Nauschnigg

Die Krisenbewältigung in den 1980er Jahren, mit Tschernobyl und dem Weinskandal sind der jetzigen Corona-Krise insofern ähnlich, als es in beiden Fällen um eine Abwägung zwischen Gesundheitsmaßnahmen und ihren negativen wirtschaftlichen Auswirkungen ging.

Die wirtschaftlichen Einbrüche in der jetzigen Corona-Krise werden Dimensionen erreichen wie in der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre und damit die der großen weltweiten Rezession nach 2008 übertreffen. Sie sind damit wesentlich schwerer als die Krise in den 1980er Jahren.

In Österreich hat die Gesundheitspolitik in der Corona-Krise im internationalen Vergleich relativ rasch reagiert, die Wirtschaftspolitik hingegen relativ spät.

Auch rächt sich jetzt, dass unter Türkis-Blau die von der SPÖ/ÖVP-Vorgängerregierung geerbte gute Konjunktur nicht zur Budgetkonsolidierung genutzt, sondern im Gegenteil das strukturelle Defizit sogar erhöht wurde. Dies im Gegensatz zu Deutschland, wo Finanzminister Scholz bereits jetzt ein Konjunkturpaket (timely, targeted, temporary) für die Zeit nach der Corona-Krise angekündigt hat, mit der Begründung: „Wir haben vorher gespart und jetzt genug Mittel dafür.“

Per Link geht's zum vollständigen Artikel, der mit dem Leseservice unterstützt und so barrierefrei angeboten wird. mehr ->

Posted by Wilfried Allé Thursday, May 21, 2020 2:03:00 PM
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Corona - Wer soll das bezahlen? 

Wie kommt die Wirtschaft wieder auf Touren?

Deutschland scheint uns hier historisch bedingt einen Schritt voraus zu sein.

Warum eine Schritt voraus?

Weil Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als die Städte in Trümmern lagen, Menschen vertrieben oder schwer kriegsversehrt waren, einen Weg gegangen ist, der aus dieser Krise geführt und Deutschland zu einem der wirtschaftlich stärksten Länder der frühen Phase der Nachkriegsjahre gemacht hat.

Was war der Schlüssel zu diesem Erfolg?

Es war der Lastenausgleich. Was war das eigentlich? Wer über den Krieg hinweg sein Vermögen retten konnte, hatte eine Abgabe zu zahlen, die sich über 30 Jahre strecken ließ. Diese besondere Vermögenssteuer war quasi die Geburtsstunde der sozialen Marktwirtschaft.

Wie konnte das gelingen?

Wird mit so einem Lastenausgleich nicht gerade denjenigen die Zuversicht genommen, die die Wirtschaft wieder zum Laufen bringen sollen? Damals in Deutschland wie heute in Österreich liegt die Stärke im Mittelstand. Und dieser Mittelstand wurde durch diese genannte Vermögenssteuer nicht belastet. Denn das Ziel jedes Lastenausgleich muss sein: Nicht Arbeit und Produktivität dürfen besteuert werden, sondern nur Immobilien- oder Geldbesitz. Und wird dieser Lastenausgleich so angelegt, kann und wird auch eine Bewältigung der Coronakrise gelingen!

Was sollen die vorrangigsten Ziele dieses Lastenausgleichs sein?

Die Unterfinanzierung der Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen und Kindergärten zu beenden, wäre zum Beispiel eine gute Idee, anstatt diese kaputt zu sparen und nach neoliberalem Credo „Mehr privat, weniger Staat“ diese schlussendlich in private und gewinnorientierte Unternehmungen umzulenken, mit dem alleinigen Ziel: Gewinne zu privatisieren und Verluste zu verallgemeinern.

Wie könnte so ein Corona-Lastenausgleich ausgestaltet sein?

Attac Österreich gestaltete im April 2020 ein beispielhaftes Informationspapier. mehr ->

Posted by Wilfried Allé Monday, May 18, 2020 12:40:00 AM
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Coronavirus & Hilfspaket 

Das Wohl der Österreicherinnen und Österreicher hat für die österreichische Bundesregierung oberste Priorität! Daher stehen die Bekämpfung des Virus und die Unterstützung all jener, die unter dessen Folgen leiden, im Mittelpunkt.

Die Bundesregierung hat ein umfassendes Hilfspaket in Höhe von 38 Mrd. Euro auf den Weg gebracht, um die Gesundheit der Menschen in unserem Land zu schützen, Arbeitsplätze zu sichern und den Wirtschaftsstandort gut durch die Krise zu steuern. siehe ->

Lobenswert!
 

Dänemark hält ein Hilfspaket von 53 Mrd. Euro für Unternehmen in der Corona-Krise bereit.

Ebenso lobenswert!

Allerdings unterstützt der Staat keine Firmen mit Staatshilfen, die ihr Geld in Steuersümpfe verschoben haben, um in Dänemark keine oder weniger Steuern zu zahlen. Damit will die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen Steuerbetrüger von den Hilfsleistungen ausschließen.


Schade dass Österreich keine sozialdemokratisch geführte Regierung hat!

mehr ->

Posted by Wilfried Allé Tuesday, April 21, 2020 8:49:00 PM
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"Schlaglichter" - was ist damit gemeint? 

Ausschnitte aus einem komplexen Themengebiet aufgreifen; ein Beispiel herausgreifen; etwas betonen / hervorheben

Wir fassen hier wichtige und wuchtige Analysen zusammen, die möglichst viele, hierzulande ansäßige Personen lesen sollten! Wir tun unser Bestes, um ihnen Verbreitung zu verschaffen. 

Posted by Wilfried Allé Tuesday, April 14, 2020 7:10:00 PM
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57 Prozent der geprüften Coronafälle lassen sich nach Ischgl zurückverfolgen 

Die Gesundheitsagentur (AGES) spürt den Infektionsketten des Coronavirus nach

Um zu verstehen, wie sich das Virus in Österreich ausbreitet, erstellen die Epidemiologen der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sogenannte Cluster-Analysen. Dafür gehen die Wissenschafter den Infektionsketten nach und versuchen herauszufinden, wo sich jeder einzelne Patient angesteckt hat. Alle Infizierten, die sich auf einen Ort zurückzuverfolgen lassen, werden einem gemeinsamen Cluster zugeteilt.

Die Daten bestätigen: Ischgl und die umliegenden Skigebiete waren der mit Abstand größte Umschlagplatz für Coronaviren.

Die Daten sind jedenfalls bemerkenswert: Im Cluster S – der für den Skiort Ischgl steht – bündeln sich mit großem Abstand die meisten Infizierten. 625 Personen stecken sich dort an oder wurden von jemandem infiziert, der das Virus von Ischgl mit nach Hause brachte. Der Ischgler Cluster entspricht damit satten 57 Prozent aller bisher ausgewerteten österreichischen Coronafälle. Von dem Tiroler Skiort aus, das zeigt die AGES-Analyse, verbreitete sich das Virus auch in alle übrigen acht Bundesländer. Ein Vergleich zur Einordnung: Der zweitgrößte österreichische Cluster zählt gerade einmal ein Zehntel der Ischgler Infizierten: In einem oberösterreichischen Gesangschor steckten sich bei einem Probewochenende insgesamt 64 Menschen an.

mehr ->
siehe auch
http://az-neu.eu/kurz-die-tiroler-adler-und-eine-brisante-kommunikationsstrategie
http://az-neu.eu/causa-ischgl-die-abwegige-theorie-von-der-ansteckung-im-flugzeug
http://az-neu.eu/apr%c3%a8s-ski-mit-b%c3%b6sem-erwachen-in-den-tiroler-bergen
http://az-neu.eu/sms-verkehr-bringt-tiroler-seilbahner-und-touristiker-unter-druck

Posted by Wilfried Allé Tuesday, April 14, 2020 6:29:00 PM
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Es wäre ein schönes Zeichen,

wenn ihr allen Öffi-FahrerInnen oder

allen anderen BerufskraftfahrerInnen die derzeit für uns unterwegs sind oder

wenn ihr in diesen Tagen einen LKW der Lebensmittel befördert

diesen Lenkerinnen freundlich zulächelt oder den Daumen hoch zeigt.

 

Oder beim Einkaufen zu den Verkäuferinnen beim Bezahlen

einfach Danke sagt.
 

Ihr werdet sicher noch weitere Berufsgruppen in eurem Blickfeld haben,
denen ebenfalls Dank gebührt.
Lasst es den Helden des Alltags spüren.

Sorgen um Gesundheit, Arbeitsplatz und wirtschaftliche Existenz – durch die COVID-19-Pandemie sind Eltern zusätzlich mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Sprösslinge in den nächsten Wochen möglichst zu Hause zu unterrichten. Für alle, die sich hier unsicher fühlen, 10 Tipps, um gut in den Heimunterricht zu starten

  1. Zuerst Erwartungen abklären
  2. Machen Sie deutlich, dass wir Leben schützen, indem wir jetzt nicht in der Schule lernen, sondern zu Hause
  3. Destress! Entspannen Sie sich
  4. Rituale aufbauen
  5. Freiräume lassen
  6. Arbeitsplatz & Rückzugsort einrichten
  7. Das Tablet ist Ihr Freund (!)
  8. Vorbild sein
  9. Kreatives, Bewegung und Spaß nicht vergessen
  10. Mit dem arbeiten, was da ist

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Krisenbewältigungsfond im Umfang von vier Milliarden Euro eingerichtet. Dieser hat bis zum 31. Dezember 2020 Gültigkeit.

Der Verwaltungsfonds ist beim Bundesministerium für Finanzen eingerichtet, aus dem finanzielle Zuwendungen an die einzelnen Bundesministerien erfolgen sollen, um damit einen möglichst effizienten und flexiblen Mechanismus für die Finanzierung von Maßnahmen im Umgang mit der Coronaviruskrise (COVID-19) in Österreich sicherzustellen. Die Entscheidung über die konkreten Zahlungen an die übrigen Bundesministerien erfolgt durch den Bundesminister für Finanzen im Einvernehmen mit dem Vizekanzler.

Folgende Handlungsfelder sollen damit abgedeckt werden:

  1. Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesundheitsversorgung;
  2. Maßnahmen zur Belebung des Arbeitsmarkts (vor allem Kurzarbeit im Sinne des § 13 Abs. 1 Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz (AMPFG));
  3. Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit;
  4. Maßnahmen im Zusammenhang mit den Vorgaben für die Bildungseinrichtungen;
  5. Maßnahmen zur Abfederung von Einnahmenausfallen in Folge der Krise;
  6. Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Epidemiegesetz 1950, BGBI. Nr. 186/1950;
  7. Maßnahmen zur Konjunkturbelebung.

ad 1)  Zur Stabilisierung der Gesundheitsversorgung können insbesondere die Anschaffung zusätzlicher medizinischer Produkte, Medikamente, oder die Einstellung zusätzlichen Personals erforderlich sein.

ad 2)  Maßnahmen zur Belebung des Arbeitsmarktes können Beihilfen bei Kurzarbeit, oder weitere Förderprogramme, beispielsweise des AMS sein. *)

ad 3)  Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit kann zusätzliche Grenz- und Gesundheitskontrollen oder weitere Aufsichtsmaßnahmen erfordern.

ad 4)  Allfällige Mehrkosten im Zusammenhang mit den Vorgaben für die Bildungseinrichtungen sollen abgedeckt werden können.

ad 5)  Einnahmenausfalle können sowohl Arbeitnehmer, als auch Unternehmen betreffen und können durch finanzielle Mittel des Fonds abgemildert werden.

ad 7)  Zur Konjunkturbelebung können entweder neue Konjunkturpakete eingerichtet, oder bestehende Förderprogramme (z.B. der A WS, FFG, ÖHT) ausgebaut werden.

siehe Antrag ->

*) Folgende Maßnahmen sollen noch umgesetzt werden:
Im neues Corona Kurzarbeitszeitmodell soll die Antragstellung bereits nach 48 Stunden (bisher bis zu 6 Wochen Wartezeit) möglich sein. Hierbei können auch bis zu 100% der Arbeitszeit reduziert werden (bisher max. 50%). Des Weiteren können dadurch bis zu 90% des Nettogehaltes für die Arbeitnehmer erhalten bleiben. Bestehende Gleitzeitguthaben und Urlaube sind vorher abzubauen. Die Antragstellung soll ab Montag 16.3.2020 über das AMS zugänglich sein. (Links und Infos über die
Kostenteilung folgen in Kürze.)