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25 Jahre Fachhochschulen 

Feiern ist gut, Ausbau ist besser!

Seit einem Vierteljahrhundert existieren Fachhochschulen in Österreich. Von der Erweiterung der Hochschullandschaft um eine praxisnahe Ausbildungsschiene haben sowohl viele Kinder aus ArbeitnehmerInnenfamilien als auch Berufstätige profitiert. Das Jubiläum ist aber nicht nur ein Anlass zum Feiern, denn nach wie vor gibt es vielfältigen Verbesserungsbedarf.

Die derzeitigen Ausbaupläne des Bundes sind – trotz des oft beklagten Fachkräftemangels – wenig ambitioniert und entsprechen nicht der Nachfrage: Der FH-Plan sieht bis zum Studienjahr 2022/23 nur 1.450 zusätzliche AnfängerInnenstudienplätze vor. Dadurch wird es im Studienjahr 2024/25 insgesamt ca. 57.700 Studienplätze geben, davon etwa 43.000 bundesfinanziert. Die Fachhochschulkonferenz verweist allerdings auf jährlich 50.000 StudieninteressentInnen, die wegen fehlender Studienplätze nicht aufgenommen werden können. Eine deutliche Aufstockung der Studienplätze um zumindest 1.000 AnfängerInnenplätze pro Studienjahr wäre daher dringend notwendig.

Zusammengefasst sind 25 Jahre FH tatsächlich ein Grund zum Feiern, allerdings auch ein Auftrag an die Politik: Am neuen Regierungsprogramm und am nächsten Budget wird abzulesen sein, wie es mit den FH weitergeht und ob es künftig tatsächlich mehr Studienchancen für Berufstätige und Studieninteressierte aus ArbeitnehmerInnenfamilien gibt!

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Posted by Wilfried Allé Monday, September 9, 2019 10:12:00 AM
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Mythen und Fakten zum Thema schwarz-blaue Bildungspläne 

Ein Service des SPÖ-Pressedienstes. Hier geht es zum Original ->

1) Falsch ist: Schwarz-Blau sorgt für ein zukunftsfähiges Schulsystem.
Fakt ist: Was Schwarz-Blau in Sachen Schule vorhat, ist ein Rück­fall in die bildungs­po­litische Stein­zeit.
Moderne und erfolg­reiche päda­gogische Kon­zepte werden ignoriert, statt­dessen wird Sank­ti­onen, Stra­fen und Se­lek­tion das Wort ge­redet. Be­zeich­nend für diesen Retro-Zu­gang ist die ge­plan­te Ab­schaf­fung der alter­nativen Leis­tungs­be­ur­tei­lungen in der Volks­schule und die Rück­kehr zu Ziffern­noten, Leis­tungs­druck und Prü­fungs­ängsten schon bei den Jüngsten.

2) Falsch ist: Schwarz-Blau geht es in der Bildungspolitik um unsere Kinder und nicht um Ideologie.
Fakt ist: Wo ÖVP und FPÖ draufsteht, ist Ideologie samt Klientel­inter­essen und Elite­dünkel drin.
Worum es Schwarz-Blau tatsächlich geht, hat FPÖ-Chef Strache vor kurzem ganz un­miss­ver­ständ­lich for­mu­liert: „Im gesell­schafts­po­li­tisch linken Schul­system der Ver­gan­gen­heit wurde Leis­tung nicht aus­reichend ein­ge­for­dert, Be­ur­teilungen teils ab­ge­schafft. Das wollen wir ändern.“ Damit ist klar: Hier geht‘s nicht um die Kin­der und ihre Zu­kunft, son­dern um einen re­ak­ti­o­nären und kon­ser­va­tiven Rück­schlag.

3) Falsch ist: Für Schwarz-Blau stehen die Bedürfnisse der Eltern und Kinder im Zentrum.
Fakt ist: Mit der Abschaffung der alternativen Leis­tungs­be­schrei­bung wird über die Wün­sche von El­tern und SchülerInnen ein­fach drüber­ge­fahren.
Während die SPÖ für mehr Schul­auto­nomie und Mit­be­stim­mung ge­sorgt hat, ver­übt Schwarz-Blau mit der Fixierung auf Zif­fern­noten einen An­schlag auf die Mit­be­stim­mungs­rechte der Schul­partnerInnen und die Wahl­frei­heit der Eltern. Nicht um­sonst haben sich bereits hun­derte Volks­schulen für alter­na­tive Be­ur­teilungen ent­schieden. Denn eine Zahl kann un­mög­lich die fa­cet­ten­reichen Be­ga­bungen unserer Kin­der be­schrei­ben.

4) Falsch ist: Schwarz-Blau geht es um faire Chancen für alle Kinder.
Fakt ist: Kurz und Strache begreifen Bildung als Vor­recht für einige wenige Pri­vi­le­gierte.
In den schwarz-blauen Bildungs­plänen wird das Fest­halten am Gym­na­sium ze­men­tiert. Die ge­mein­same Schule, die übe­rall sonst schon längst Stan­dard ist und echte Chancen­ge­rechtig­keit für alle Kinder bringt, wird ab­ge­lehnt.

5) Falsch ist: Schwarz-Blau setzt in Sachen Bildung auf Integration.
Fakt ist: Das Gegenteil ist der Fall, die Pläne von ÖVP und FPÖ laufen auf Spal­tung und Aus­gren­zung hinaus.
Die Idee reiner Ausländer­klassen ist nicht durch­dacht und kontra­pro­duk­tiv. Denn: Wie sollen sich Kin­der in­te­grie­ren und die Sprache lernen, wenn sie aus­ge­grenzt und weg­ge­sperrt wer­den?

6) Falsch ist: Vorschulklassen sind das beste Mittel, um Deutsch­kennt­nisse zu stärken.
Fakt ist: Auch hier schlägt Schwarz-Blau einen völlig fal­schen Kurs ein.
So ist für den renommierten Bildungs­wissen­schafter Stefan Hopmann klar: „Vor­schul­klas­sen, da ist sich die ein­schlägige Li­te­ratur einig, sind ziem­licher Un­sinn. Es ist viel sinn­vol­ler, bil­liger und ef­fek­ti­ver, die Kin­der ganz nor­mal am Unter­richt teil­nehmen zu las­sen und dort zu för­dern.“ (Kleine Zeitung, 30.11.2017)

7) Falsch ist: Schwarz-Blau setzt auf chancen­gerechte Früh­förderung für alle Kinder.
Fakt ist: Die schwarz-blauen Kinder­garten­pläne ver­stär­ken die so­zi­ale Se­lek­tion.
Während die SPÖ ein zweites Gratis-Kinder­garten­jahr für alle Kin­der will, plant Schwarz-Blau, das nur für Kin­der ohne Deutsch­kennt­nisse ver­pflich­tend zu machen. Auch von gra­tis ist plötz­lich keine Rede mehr. In Ober­öster­reich sieht man schon deut­lich, in welche Rich­tung es offen­bar in ganz Öster­reich gehen soll: Denn in Ober­öster­reich will die schwarz-blaue Landes­re­gierung sogar wieder Kin­der­gar­ten­ge­bühren ein­führen und Fa­mi­lien ab­kas­sieren. Qua­li­ta­tive Früh­för­derung gibt es dann nur noch für die, die es sich leis­ten kön­nen.

8) Falsch ist: Die schwarz-blauen Bildungspläne sind exakt durch­ge­rechnet und budgetär ge­deckt.
Fakt ist: Bis dato sind nur Grauslich­keiten, Rück­schritte und Über­schriften be­kannt – aber keine einzige Zahl.
Populistische Schlag­wörter wie „Bildungs­pflicht“ und „Aus­länder­klas­sen“ geis­tern herum – weder pä­da­go­gisch sinn­voll, noch hin­sicht­lich der Fi­nan­zierung durch­dacht. Klar ist nur eines: Solche Retro-Maß­nahmen ver­schlingen sinn­los Geld, das für andere, sinn­volle Maß­nahmen fehlen wird.

9) Falsch ist: Die Teilhabe von Kindern mit erhöhtem Unter­stützungs­bedarf im Schul­alltag ist Schwarz-Blau ein An­liegen.
Fakt ist: Während es in anderen Ländern schon längst keine Sonder­schulen mehr gibt, soll diese Form jetzt nicht nur er­halten, son­dern sogar aus­ge­baut wer­den.
Auch hier gilt wieder: Fort­schritt­liche Bildungs­po­li­tik geht anders. Ziel muss eine In­klu­sion in der Regel­schule mit in­te­gra­tivem Unter­richt sein, der be­hin­derten und nicht be­hin­derten Kin­dern und Ju­gend­lichen die Mö­glich­keit einer ge­mein­samen Lern­er­fahrung gibt.

Posted by Wilfried Allé Saturday, December 2, 2017 12:59:00 AM
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Was sagt uns der NEET-Indikator? 

NEET steht für not in employment, education or training und fasst eine Kategorie junger Menschen zusammen, die weder im Beschäftigungs- noch im Ausbildungssystem integriert sind. mehr ->

Posted by Wilfried Allé Saturday, November 4, 2017 11:14:00 AM
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Ausbildungspflicht bis 18 schön und gut, aber muss Strafe sein? 

Was Jugendliche brauchen sind gute Ausbildungsangebote – und keine Bestrafungen! mehr ->

Posted by Wilfried Allé Wednesday, October 4, 2017 9:01:00 AM
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