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100 Jahre nach Gründung der Ersten Republik ist die Demokratie in Österreich breit in der Bevölkerung verankert. Fast neun von zehn befürworten die Demokratie als beste Staatsform.
Auf der anderen Seite haben auch 18% mit Sympathie für einen „starken Führer, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss“.

Hinter der Sympathie für einen „starken Führer“ steckt nur zu einem kleinen Teil der Wunsch nach der Abschaffung von Wahlen und demokratischen Freiheiten. Günther Ogris: Meist verbinden die Befragten mit dem „starken Führer“ das Bild eines Politikers, der rasch handeln kann und nicht auf Kompromisse Rücksicht nehmen muss. Dahinter stecken alte autoritäre Prägungen, aber auch die Unzufriedenheit mit dem aktuellen Funktionieren der Demokratie und dem Output des Systems.

Mit der Befürwortung eines „starken Führers“ einher geht daher häufig

  • eine schlechte finanzielle Absicherung und das Gefühl, selbst nicht den gerechten Anteil am gesellschaftlichen Wohlstand zu erhalten
  • der Tod der Aufstiegshoffnung: egal wie man sich anstrengt, man kommt kaum mehr nach oben
  • geringes Sozialkapital (Unterstützung und Hilfe im eigenen Umfeld).

Die Demokratie als solche und deren Weiterentwicklung steht heute und morgen vor großen Herausforderungen, Es braucht eine Kultur der breiten Teilhabe und Verantwortung, vom Kindergarten über die betriebliche Mitbestimmung bis ins hohe Alter. Nur durch eine gut verankerte demokratische Kultur können anstehende Aufgaben wie z.B. die Klimakrise abgewendet und die damit verbundenen dringend notwendigen Veränderungen im Wirtschaftssystem gemeistert und durchgesetzt werden.

87% der Österreicher sind der Meinung, die Demokratie ist die „beste Staatsform“. Nur Demokratie ist kein Selbstläufer. Demokratie funktioniert nur dann in seiner gedachten Form, wenn möglichst viele Menschen aktiv daran mitwirken.

Mehr dazu: Demokratiebildung von 0 bis 100 ->


"Hier sei mein Appell speziell an die jungen Mitbürger gerichtet: Nehmt eure Zukunft in eure Hand! Lasst nicht zu, dass Andere euch vorgeben, wie es weitergehen soll. Eine kleine Anmerkung sei gleich noch hinzugefügt: Die nächste anstehende Entscheidung ist keine für alle Ewigkeit. Es wird weitere Möglichkeiten geben sich erneut einzubringen. Und, man darf auch Fehler machen, sie erkennen und beim nächsten Mal bessere, zielführendere Entscheidungen treffen", meint Wilfried.

Posted by Wilfried Allé Monday, November 11, 2019 10:50:00 AM
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